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Willkommen auf der Website des Intenationalen Zentrums Frans Veldman für  
Forschung und Entwicklung der Haptonomie.

Haptonomie entstand mitten im 20. Jahrhundert. Ihr Begründer Frans Veldman, 1921 in Holland geboren und am 25. Januar 2010 in Frankreich gestorben, definiert sie als « Wissenschaft der Affektivität »… Während der dramatischen Ereignisse des 2. Weltkrieges hat er die überwiegende Rolle der Affektivität in den menschlichen Beziehungen feststellen können.

Als der Krieg vorbei war, hat er stets versucht auf wissenschaftlicher Basis zu verstehen, was er während dieser schwierigen Zeit erlernt hatte…Er wollte dies theorisieren und auf eine konkrete und lebendige Art und Weise anderen beibringen.
Er ging von seinen Feststellungen aus und hat einen Ansatz der affektiven menschlichen Interkationen ausgearbeitet.

Frans Veldman war ein neugieriger Forscher, und seit seiner Kindheit Beobachter der Lebensphänomene im breitesten Sinne. Es wäre also sehr reduzierend die Haptonomie in die Humanwissenschaften einzuschränken..

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Frans Veldman war seiner Zeit weit voraus und seine Intuitionen, was das Nervensystem, die Emotionen und generell das Affektive  betrifft, werden durch die aktuelle Entwicklung der neuro- und medizinischen Wissenschaften gerechtfertigt.

Seine Hauptfeststellung ist, dass die affektive Bestätigung notwendig ist zur totalen Entwicklung der Potentialitäten des Wesens, die seit seiner Erzeugung keimen..
Dieses Bestätigungserlebnis, das dem Kind schon im Schoss der Mutter gegeben wird, trägt zu einem Aufbau einer affektiven Sicherheit und eines Vertrauens bei, die ihm helfen werden, den Herausforderungen des Lebens Front zu stehen, und deren Schätze zu geniessen..

Frans Veldman hat die Erscheinungen der menschlichen Fähigkeiten, die bei jedem seit Urzeiten existieren, studiert und beschrieben.. Diese Fähigkeiten wurden in den verschiedenen Zeiten mit mehr oder weniger Glück valorisiert  und die westlichen Gesellschaften haben sie in ihrer rasanten Suche nach Technik und Effektivität aus der Sicht verloren..

Er war ein Künstler,  Arzt und Internist, der sich nicht nur für Philosophie, Anthropologie, Psychologie interessierte, aber auch für alle Pflegebereiche…


So hat er zur Übermittlung seiner Entdeckungen einen theoretischen und praktischen Korpus erarbeitet, deren Basis ein spezifischer Kontakt ist, der thymotaktile Kontakt.. Während der Ausbildungen wird den Pflegenden diese Kontaktsqualität beigebracht.. Diese Lehre findet ihren ganzen Sinn mit dem Reifeprozess ihrer Person und ihrer Praxis..Dieses affektive Aufblühen wird nicht erlernt, es entwickelt sich für jeden im Laufe der Zeit und mit der Erfahrung..

In der haptonomischen Annäherung wird die Person des Kranken, oder generell des Leidenden in seiner Ganzheit empfangen.. Die Person wird nicht zu ihrem Symptom reduziert, und das ändert alles. Diese Entdeckungen rufen Erstaunen hervor, und verschaffen Wohlbehagen, wenn man sie erlebt.

Haptonomie bereichert jeden Pflegenden in seiner Praxis durch die Qualität dermenschlichen Austausche, die sie anbietet, und vor allem, durch die ungeahnten, durchdas Entfalten des Affektivs hervorgerufenen Kapazitäten, die üblichen funktionellen und rationellen Grenzen zu überschreiten..
 

Das hat zu Folge die Person, der man nah gekommen ist, zu beruhigen , Sicherheit zu vermitteln, und manchmal auch zu trösten.. Die Person steigert ihre Fähigkeiten, den Schmerzen und der kommenden Pflege gegenüber zu stehen.


Die haptonomische Annäherung provoziert eine sofortige Tonusveränderung in allen Geweben, was die Qualität der Präsenz verbessert, und eine aktivere Teilnahme an den Pflegen provoziert..

 

  
Ziel der Haptonomie ist es,  ein Gesundheitszustand zu entwickeln (oder wieder herzustellen) , der es erlaubt, sich als « Ganzer Mensch » zu fühlen.  

Sie appelliert an alle Ressourcen der Person, insbesondere an seine Ressourcen, sich in der Welt zu engagieren. So kann sie dann mit ihren Vertrauten während der grossen Lebensereignisse und Schicksalsprüfungen wie Krankheit oder Handicap in Kontakt bleiben…
Die Hilfe der Haptonomie ist konkret..
Was auch die therapeutische Annäherung sei, sie bestätigt die Person in ihrem Wesen und unterstützt die Entwicklung ihrer authentischen Fähigkeiten , damit sie ihren Lebensweg vollführt…

Franz Veldman zitierte oft Martin Buber, der sagte, dass nur die Gesellschaft in der wir uns gegenseitig bestätigen, eine menschliche Gesellschaft ist, dieses Namens würdig.

Haptonomie ist keine weitere Technik im Werkeugkasten des Pflegenden.. Indem sie das Affektive an erster Stelle setzt, ist Haptonomie im Bereich der Pflege die Umsetzung einer Art zu leben und zu sterben, in der  man völlig mensch ist.

Sie ist zugleich therapeutischer Beitrag und Vorbeugung, und die ethische Dimension, die ihre Praxis begleitet ist wesentlich..

Das affektive Engagement des Pflegenden, die Qualität seiner Präsenz und seines Verstandes, was den anderen betrifft, sind die Grundsäulen der Haptonomie..

3 wesentliche Anwendungen im Bereich des Gesundheitswesens werden vom CIRDH angeboten :

  • Haptonomische prä-und postnatale Begleitung der Eltern und ihres Kindes
  • Haptopsychotherapie
  • Haptosynesie. Haptonomie im Bereich der medizinischen  und paramedizinischen Praxis

 

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